Emschergenossenschaft BÜZ

Die oben zu sehende Animation stellt den Planungsstand während der Entwurfsphase dar. Die realisierte Lösung können Sie hier sehen:

http://www.ritter-starkstromtechnik.de/site/Installation.html

Fa. Ritter hat als Generalunternehmer die gesamte technische Ausrüstung und auch die Wartenausstattung geliefert.

Wie zu erkennen ist, liegen Entwurf und Realität sehr nah beieinander. Mit Hilfe solcher Visualisierungen können alle Projektbeteiligten sich ein umfassendes Bild vom Endergebnis machen.

In dem vorgegebenen Wartenraum sind die bisher getrennten Warten für den Klärwerksbetrieb und die Betriebsüberwachungszentrale (BÜZ) zusammengeführt worden. Jeder Bereich besteht im Wesentlichen aus je drei Bedienplätze mit je 6 Bedienmonitoren und mehreren Großbildmonitoren. Weiterhin sind folgende Bereiche bzw. Inhalte geplant worden:

  • Ein Besprechungsraum
  • Eine Kleinküche
  • Multifunktionaler Stauraum
  • günstige Nachhallzeit für alle Bediensteten
  • gedämpfte Sprachschallübertragung zwischen den Arbeitsbereichen
  • zugfreie Be- und Entlüftung
  • steuerbare, künstliche Beleuchtung

 

Die Pulte sind in Segmenten elektromotorisch höhenverstellbar. Die geforderte Nachhallzeit wird dadurch erreicht, dass die Decke, der Wandschrank und die Monitorwände mit akustisch wirksamen Materialien ausgestattet sind. Für die Decke sind über den Bedienpulten hochabsorbierende Mineralfaserrasterplatten gewählt worden. Die sich anschließenden geschlossenen Deckenbereiche bestehen aus einem Trockenbau-Verbundsystem mit aufgebrachtem Akustikputz. Die Türen des Wandschrankes bestehen aus waagerecht geschlitzten Akustikplatten, die Wände der Großbildmonitore sind aus Textilmaterialien mit hinterlegtem Akustikmaterial gefertigt.

Die u.U. störende Sprachschallübertragung bei gleichzeitiger optischer Transparenz zwischen dem Klärwerks- und BÜZ-Bereich ist durch die Verwendung von Microsorberfolien an dem mittig angeordneten Raumteiler gedämpft worden. Dazu erfolgten umfängliche akustische Berechnungen. Die Beleuchtung geschieht durch die Verwendung von abgependelten Schienen mit integrierten Indirektleuchten und angeklemmten LED-Strahlern für die direkte Ausleuchtung der Pulte und Laufzonen. Diese Leuchten haben eine elliptische Abstrahlung. Die ausgeleuchteten Flächen überdecken sich teilweise und ergeben somit zusammenhängende streifenförmige Flächen. Die Arbeitsflächen der Pulte werden somit gezielt ausgeleuchtet. Das gesamte Konzept ist konsequent in LED-Technik ausgeführt. Die Ansteuerung der Leuchten ist in einem Steuerungskonzept zusammengefasst. Mittels eines Bedienpaneels, welches in den Wandschrank eingelassen ist, können somit Beleuchtungssituationen geschaffen werden, die an die Arbeitsbedingungen exakt angepasst sind.

Während der Inbetriebnahmephase hat sich gezeigt, dass das gesamte Arbeitsumfeld von den Bedienern gut angenommen wurde.

In den Nebenräumen ist die Beleuchtung durch in die Decke integrierte Downlights gelöst worden.

Der Beleuchtungsentwurf ist während der Planung durchgerechnet worden, damit frühzeitig sichergestellt wurde, dass eine sachgerechte Beleuchtungssituation zu erwarten war .

Um eine zugfreie Be- und Entlüftung sicher zu stellen, musste die vorhandene Lüftungsanlage ertüchtigt werden. Die Zuluft wird dazu in den Doppelbodenhohlraum geleitet. Von dort strömt die Luft durch perforierte Doppelbodenplatten mit vollflächig aufgebrachten, luftdurchlässigen Textilfliesen in den Raum. Der Boden funktioniert damit als Quellluftauslass mit extrem niedrigen Luftgeschwindigkeiten für eine zugfreie Belüftung. Die Abluft wird durch eine umlaufende Fuge im Decken-Wandübergang abgeführt.